Zarrentin am Schaalsee
Stand: 4. April 2026
Geografische Lage
Die Stadt Zarrentin am Schaalsee liegt an der Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommern zu Schleswig-Holstein, rund 70 Kilometer östlich von Hamburg und circa 50 Kilometer westlich von Schwerin. Der Kernstadt selbst liegt unmittelbar am Südufer des Schaalsees. Insgesamt ist das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee, dessen zentraler Ort die Stadt Zarrentin am Schaalsee ist, heute wieder das Naherholungsgebiet für die Hamburger, Lübecker, Wismarer und Schweriner. Selbst aus der Bundeshauptstadt Berlin ist Zarrentin am Schaalsee über die Bundesautobahn BAB24 bei ruhiger Fahrt in circa zwei Stunden zu erreichen. Vom ersten Spatenstichen in der NS-Zeit dauerte ihr Bau rund 50 Jahre bis zur endgültigen Fertigstellung im Jahr 1982 in der DDR als Transitstrecke.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von „Zarnethin“ ist auf das Jahr 1194 datiert. Der Namensursprung soll sich vom altslawischen Wort „črŭnŭ“ herleiten, das etwa „Ort des Schwarzen“ bedeuten soll. Interessanter Fakt: Die indogermanische Wurzel *krsno- findet sich auch im Sanskrit wieder. Der Name der indischen Gottheit Krishna bedeutet ebenfalls „der Schwarze“ oder „der Dunkle“. Die slawische Siedlung hieß ursprünglich vermutlich Črnetin. Die Endung -in ist ein typisch slawisches Suffix, das eine Zugehörigkeit oder einen Besitz anzeigt (ähnlich wie bei Berlin oder Schwerin). In Verbindung mit der Wurzel für „Schwarz“ ergibt sich die Bedeutung: „Ort, der einem Mann namens Črne (der Schwarze) gehört“ oder schlicht „Dunkler Ort“. Am wahrscheinlichsten ist, dass der Ort nach seinem Gründer oder einem Anführer benannt wurde, der den Beinamen „der Schwarze“ (slawisch Črne) trug. Solche deskriptiven Beinamen waren bei den Elbslawen (den Obotriten, die hier siedelten) absolut üblich. Möglich wäre aber auch eine Deutung als „Ort des Bösen“ für eine dunkle Kultstätte. Belege dafür fehlen jedoch. Berühmt ist Zarrentin für sein um das Jahr 1250 gegründete Zisterzienserinnenkloster. Der Bischof Friedrich von Ratzeburg bestätigte am 19. Mai 1252 die Stiftung des Klosters. Am 1. April 1938 – mit erreichten 2000 Einwohnern – erhielt Zarrentin das Stadtrecht. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlitt Zarrentin das Schicksal einer isolierten DDR-Grenzstadt mit einem strikten Kontrollsystem. Selbst der Zugang zum unmittelbar angrenzenden Schaalsee wurde den Menschen verwehrt.
Gewässer
Die Schaale durchfließt das Stadtgebiet, bleibt aber kaum wahrnehmbar. Daneben gibt es den Hammerbach, die Boize, die Kleine Schaale sowie den Neuenkirchener See und den Boissower See. Mehrere Landstriche und Wasserflächen sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Zarrentin liegt ebenfalls auch im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee. Über zahlreiche Eingemeindungen hat sich die Stadtfläche Zarrentins erheblich vergrößert.
Ortsteile und Orte der Stadt Zarrentin am Schaalsee
■ Boize
■ Bantin
• Boissow
• Schaliß
■ Lassahn
• Bernstorf
• Hakendorf
• Stintenburg
• Stintenburg-Hütte
• Techin
■ Neuhof
• Neuenkirchen
■ Testorf
Neben der Stadt und ihren Ortsteilen gibt es auch zahlreiche Entdeckungen zu machen im Zarrentiner Umland. Hier spielt das Amt Zarrentin eine bedeutende Rolle.
Die Gemeinden des Amtes Zarrentin mit ihren Ortsteilen
■ Gallin
• Hof-Gallin
• Nieklitz
■ Kogel
• Fliegenhof
• Holzkrug
• Kölzin
• Krohnshof
• Pamprin
• Schaalmühle
• Vietow
■ Lüttow-Valluhn
• Lüttow
• Schadeland
• Valluhn
■ Vellahn
• Albertinenhof
• Banzin
• Bennin
• Camin
• Friedrichshof
• Goldenbow
• Granzin
• Jesow
• Kloddram
• Kützin
• Marsow
• Melkof
• Rodenwalde
• Schildfeld
• Tüschow
• Wulfskuhl