Goldene Stunde am Schaalsee
... von Heiko Wruck
Sonntag, 5. April 2026
Das ist die Goldene Stunde in Lassahn: Ein spektakulärer Sonnenuntergang taucht den Schaalsee in ein tiefes Orangerot. Foto: Heiko Wruck
Lassahn/ssr. Der Name Schaalsee hat einen slawischen Ursprung und ist weit weniger „schal“ (im Sinne von fad), als das deutsche Wort vermuten lässt.
Etymologie: Der „Steinsee“
Der Name leitet sich vom altslawischen Wort „skala“ ab, was so viel wie Fels oder Stein bedeutet. Schaalsee bedeutet demnach übersetzt „Steinsee“. Diese Benennung bezieht sich vermutlich auf die geologischen Gegebenheiten. Der See ist ein Produkt der letzten Eiszeit (Weichsel-Eiszeit). Die abtauenden Gletscher hinterließen in dem tiefen Becken und an den Ufern große Mengen an Geschiebe, also Steine und Findlinge, die den frühen Siedlern auffielen.
Sprachliche Entwicklung
Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich die Bezeichnung durch die Eindeutschung. Aus dem slawischen Skala wurde über die Zeit der Flussname Schaale (der natürliche Abfluss des Sees) und schließlich der Name des Sees selbst. In alten Urkunden finden sich oft Schreibweisen, die noch näher am Ursprung liegen, bevor sich die heutige Form „Schaalsee“ festigte.