Epidemien am Schaalsee – Chronik des Schreckens
... von Heiko Wruck
Sonntag, 10. Mai 2026
Lassahn/ssr. Am Schaalsee und im angrenzenden westmecklenburgisch-lauenburgischen Raum traten seit dem 14. Jahrhundert immer wieder schwere Epidemien auf. Die Region war zwar dünn besiedelt, aber dennoch eng mit den Seuchenbewegungen Norddeutschlands verbunden. Da die Region an Handels- und Heerstraßen zwischen Lübeck, Ratzeburg, Wittenburg und Hamburg lag, erreichten große Seuchenwellen den Schaalsee meist relativ früh. Besonders betroffen waren Orte wie Ratzeburg, Zarrentin am Schaalsee, Rehna, Gadebusch und Wittenburg.
Die Pest („Schwarzer Tod“) ab 1348
Die schwerste mittelalterliche Epidemie erreichte Norddeutschland um 1348/49. Auch der Raum um den Schaalsee war betroffen. Die Pest verbreitete sich über die Hansestädte – insbesondere Lübeck – ins Binnenland. In den Chroniken ist von „großem Sterben“ und entvölkerten Höfen die Rede.
Besonders betroffen in der Schaalsee-Region waren:
● Klöster und geistliche Gemeinschaften,
● Ackerbürgerstädte und
● Handelsorte entlang der Wege
Lübeck - Ratzeburg - Schwerin
Die Pest kehrte danach jahrhundertelang in Wellen zurück, etwa um 1367 um 1400 und 1464 sowie mehrfach im 16. und 18. Jahrhundert. Auch kleinere Dörfer am Schaalsee verloren zeitweise große Teile ihrer Bevölkerung.
„Pestilenzen“ des 15. und 16. Jahrhunderts
Unter „Pestilenz“ verstand man damals oft jede schwere Massenseuche. Nicht immer handelte es sich tatsächlich um Beulenpest. Vermutlich traten auch zu auf:
● Ruhr,
● Typhus (Fleckfieber) und
● Mutterkornvergiftungen.
Gerade in Kriegszeiten – etwa während der Fehden zwischen Mecklenburg, Holstein und den norddeutschen Städten – breiteten sich Krankheiten schnell aus.
Die Pest im Dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648)
Der Dreißigjährige Krieg brachte dem Schaalseeraum Hunger, Truppendurchzüge und Seuchen. Besonders 1628 - 1630 und erneut in den 1630er Jahren kam es zu schweren Pest- und Typhusausbrüchen. In vielen Kirchspielen starben viele Bauernfamilien vollständig aus, Höfe fielen wüst und die Friedhöfe mussten erweitert werden. Chroniken aus Mecklenburg berichten von verlassenen Dörfern, zahleichen Sterbehäusern und Massengräbern.
Die letzte große Pestepidemie
Die letzte große Pestepidemie, die auch die Schaalsee-Region und die angrenzenden Gebiete (Lauenburg und Mecklenburg) massiv traf, ereignete sich in den Jahren 1711 bis 1713. Diese Welle ist als die „Große Pest“ im Zuge des Großen Nordischen Krieges bekannt und markierte das endgültige Ende der Pest-Pandemien in Norddeutschland. Im Jahr 1711 verbreitete sich die Seuche von Polen und Ostpreußen kommend entlang der Ostseeküste. Städte wie Stralsund und Wismar waren früh betroffen. 1712 erreichte die Pest das Herzogtum Lauenburg und die Ämter Westmecklenburgs (darunter das Amt Zarrentin). August 1712: In Ratzeburg wurde aufgrund der „Pest-Gefahr“ eine strenge Verordnung erlassen. Reisende mussten Gesundheitspässe vorlegen und ganze Dörfer wurden durch Militärposten abgeriegelt, um die Ausbreitung zu verhindern. 1713: Die Epidemie erreichte ihren Höhepunkt in Hamburg und Lübeck, bevor sie im Winter 1713/1714 durch die Kälte allmählich erlosch.
Auswirkungen auf die Dörfer am Schaalsee
Die Region war doppelt gestraft. Einerseits durch die Seuche selbst, andererseits durch die Einquartierungen und Truppendurchmärsche des Krieges (Dänen, Schweden, Russen und Preußen kämpften in der Nähe). Viele Dörfer rund um den Schaalsee wurden isoliert. Wer aus einem „infizierten“ Ort kam, durfte die Grenze zwischen dem lauenburgischen (hannoverschen) und dem mecklenburgischen Ufer nicht überschreiten. In den Kirchenbüchern der Region (z. B. in Lassahn oder Zarrentin) finden sich für diese Jahre auffällig hohe Sterberaten, auch wenn die Todesursache nicht immer explizit als „Pest“ benannt wurde (oft umschrieben als „hitziges Fieber“ oder „Pestilenz“). Nach 1714 gab es in der Region zwar noch Ausbrüche anderer Infektionskrankheiten (wie die bereits erwähnten Typhus- und Ruhrwellen oder die Cholera im 19. Jahrhundert), aber der „Schwarze Tod“ (Yersinia pestis) kehrte nie wieder in diesem Ausmaß zurück.
Historische Belege finden sich in den folgenden Quellen:
● Ratzeburger Archiv: „Verordnung
und Unterricht wornach bey jetziger
Pest-Gefahr ein jeglicher [...] sich
zu achten“ vom 4. August 1712.
Diese Quelle belegt die akute
Bedrohung der Schaalsee-Region.
● Mecklenburgisches Landeshauptarchiv:
Akten der herzoglichen Kanzlei zu den
„Pest-Absperrungen“ an den Grenzen
zu Lauenburg (1712–1714).
● Kirchenbuch Zarrentin: Die Register der
Jahre 1711 - 1713 zeigen die Katastrophe
vor Ort.
Pocken-Epidemien im 17. und 18. Jahrhundert
Die Pocken (Blattern) gehörten über Jahrhunderte zu den tödlichsten Krankheiten in der Schaalsee-Region. Besonders Kinder starben daran. Vor der Einführung der Schutzimpfung durch Edward Jenner Ende des 18. Jahrhunderts waren Pocken nahezu regelmäßig auftretende Epidemien. In den Kirchbüchern rund um den Schaalsee finden sich häufig Einträge wie „an den Blattern gestorben“ oder „Kindsblattern“.
Cholera im 19. Jahrhundert
Die Cholera erreichte Norddeutschland im Zuge der großen europäischen Pandemien des 19. Jahrhunderts.
Wichtige Wellen traten auf:
● 1831/32
● 1848/49
● 1850er Jahre
● 1892 im Zusammenhang
mit der Hamburger Cholera
Besonders gefährdet waren Städte mit schlechten Brunnen, Armenviertel und Orte an Verkehrswegen. Die Nähe zu Hamburg und Lübeck machte auch den Schaalsee-Raum anfällig. Viele Gemeinden richteten Quarantänemaßnahmen, Notfriedhöfe und Kontrollstationen ein.
Typhus und Ruhr im 19. Jahrhundert am Schaalsee
Typhus trat besonders in Hungerjahren und bei schlechter Hygiene auf. Während harter Winter und Missernten kam es auch im Schaalsee-Raum zu regionalen Ausbrüchen. Typische Ursachen waren verseuchte Brunnen, enge Wohnverhältnisse und eine mangelnde medizinische Versorgung. Typhus (oft als „Nervenfieber“ oder „Schleimfieber“ bezeichnet) trat im 19. Jahrhundert meist lokal begrenzt auf, oft verstärkt durch Truppenbewegungen oder große Bauprojekte. In den Jahren 1813/1814 (Napoleonische Befreiungskriege) gab es einen massiven Ausbruch von Typhus (Fleckfieber), der die gesamte Schaalsee-Region heimsuchte. Nach der Schlacht an der Göhrde am 16. September 1813 und den Truppenbewegungen im Raum Zarrentin und Ratzeburg schleppten Soldaten die Krankheit ein.
Die Quelle „Geschichte der Stadt Ratzeburg“ (1851) von E. H. Wichmann berichtet detailliert über die „Lazarethkrankheit“ und die hohe Sterblichkeit in der Zivilbevölkerung.
1860er bis 1890er Jahre: Im Zuge des Baus der Kaiserbahn (Hagenow–Bad Oldesloe) kam es in den Arbeiterunterkünften (oft unhygienische Baracken) zu lokalen Typhus-Ausbrüchen. Quelle: Medizinal-Berichte über das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin (jährliche Berichte des Sanitäts-Kollegiums). Diese Dokumente verzeichnen für die Ämter Hagenow und Wittenburg regelmäßig die Zahl der „Typhen“. Für den Bau der Kaiserbahn wurden hunderte Erdarbeiter (Wanderarbeiter), oft aus Osteuropa oder ärmeren Regionen Deutschlands angeworben, die auf engstem Raum in provisorischen Baracken lebten. In den Lagern gab es meist keine geregelte Abwasserentsorgung, was zu einer Trinkwasser-Kontamination führte. Fäkalien gelangten oft ungefiltert in die flachen Brunnen, die zur Trinkwasserversorgung der Arbeiter dienten. Da Typhus wegen seiner langen Inkubationszeit nicht sofort ausbricht, wurde der Erreger von Trupp zu Trupp entlang der Baustelle „weitergereicht“.
Die Ruhr kam zwar ebenfalls vor, wurde in den medizinischen Berichten der Zeit (z. B. den Mecklenburgischen Medizinal-Berichten) jedoch häufiger im Kontext von dörflichen Hungersnöten oder extremen Hitzeperioden erwähnt. Beim spezifischen Bau der Bahntrasse Hagenow–Bad Oldesloe stellten die Behörden vor allem die „typhösen Erscheinungen“ fest, die durch die mangelhafte Hygiene in den Wanderlagern begünstigt wurden.
Entscheidende Quellenbelege sind:
● Regierungsblatt für das
Großherzogtum
Mecklenburg-Schwerin
In den Beilagen zu den
Sanitätsverhältnissen
werden die „Bauarbeiter-
Krankheiten“ explizit
gelistet. Hier wird für
die 1890er Jahre (Hoch-
phase des Baus
Zarrentin–Ratzeburg)
vermehrt vor Typhus-
Herden gewarnt.
● H. Viereck: „Die sanitären
Zustände in den Arbeiter-
baracken beim Bahnbau“
(Zeitgenössische
medizinische Abhandlung):
Solche Berichte kritisierten
scharf, dass die Bauunter-
nehmer keine ausreichenden
Latrinen zur Verfügung stellten,
was direkt zu Typhus-Epidemien
führte.
● Kreisarchiv Herzogtum Lauenburg:
Akten der Gesundheitsaufsicht
(Physikat) für den Raum
Ratzeburg, die während der Bau-
phase der Kaiserbahn verstärkte
Barakenkontrollen anordneten,
um die Einschleppung von Typhus
in die Städte zu verhindern.
Spanische Grippe 1918 - 1920
Die sogenannte Spanische Grippe traf ebenfalls die Schaalsee-Region schwer. Besonders junge Erwachsene starben überraschend schnell an Lungenentzündungen. Viele Dörfer hatten Schulschließungen, Versammlungsverbote und dennoch überfüllte Friedhöfe. Zeitzeugenberichte aus Mecklenburg beschreiben ganze Familien, die gleichzeitig erkrankten. Die Spanische Grippe erreichte den Schaalsee-Raum im Sommer 1918 und verlief dort – wie fast überall in Norddeutschland – in mehreren Wellen.
Obwohl es nur wenige speziell auf den Schaalsee bezogene wissenschaftliche Untersuchungen gibt, lässt sich anhand regionaler Chroniken, Kirchenbücher, Verwaltungsakten und allgemeiner Forschungen zur Pandemie in Mecklenburg und Schleswig-Holstein ein recht genaues Bild zeichnen. Die Krankheit hatte nichts mit Spanien als Ursprungsland zu tun. Spanien berichtete nur als neutrales Land im Ersten Weltkrieg offen über die Epidemie, während andere Staaten zensierten.
Die Situation am Schaalsee
Der Schaalsee lag damals zwischen Mecklenburg-Schwerin und dem Kreis Herzogtum Lauenburg. Wichtige Bahn- und Verkehrsverbindungen knüpften ein Netz zwischen Hamburg, Lübeck, Schwerin und Berlin – wie die Kaiserbahn (1894 - 1945). Wichtige Stationen der Kaiserbahn waren Hagenow, Land (Anschluss an die Strecke Berlin–Hamburg), Wittenburg, Zarrentin am Schaalsee, Hollenbek, Ratzeburg, Kastorf, Bad Oldesloe.
Dadurch erreichte die Pandemie die Region vergleichsweise schnell. Betroffen waren insbesondere Ratzeburg, Zarrentin am Schaalsee, Lassahn, Gadebusch und Wittenburg sowie die umliegenden Dörfer und Gutshöfe. Zusammenfassend existierte die Kaiserbahn als durchgehende Hauptbahnverbindung von 1897 bis 1945.
Die erste Welle – Frühling/Sommer 1918
Die erste Welle der Spanischen Grippe im Frühjahr und Sommer 1918 verlief meist noch relativ mild. Viele Erkrankte genasen wieder schnell. Da gleichzeitig der Erste Weltkrieg lief, wurden viele Fälle zunächst als normale „Grippe“ oder „Kriegsfieber“ angesehen. Dennoch kam es bereits zu zahlreichen Arbeitsausfällen in der Landwirtschaft und im Handwerk. Es gab Einschränkungen an den Schulen und spürbare Problemen bei Erntearbeiten.
Die zweite Welle – Herbst 1918
Die zweite Welle der Spanischen Grippe ab September/Oktober 1918 war wesentlich tödlicher. Sie traf den Schaalsee-Raum besonders hart. Überliefert sind aus Mecklenburg und dem Herzogtum Lauenburg überfüllte Arztpraxen, Medikamentenmangel, eine hohe Sterblichkeit innerhalb weniger Tage und ganze Familien mit gleichzeitig Erkrankten. Besonders gefährdet waren Soldaten auf Heimaturlaub, andere Bahnreisende, unterernährte Menschen und Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren. Genau diese Altersgruppe starb ungewöhnlich häufig – ein typisches Merkmal der Spanischen Grippe.
Warum der Schaalseeraum besonders gefährdet war
Die Region lag nahe wichtiger Bahnlinien. Gerade Bahnhöfe galten als große Infektionsorte. 1918 brachten viele Soldaten auf Heimaturlaub die Krankheit mit in kleine Dörfer und zu ihren Familien. Die schlechte Versorgung, Hunger, Unterernährung, Brennstoffmangel und Medikamentenknappheit sowie enge Wohnverhältnisse begünstigten schwere Infektionsverläufe und die rasend schnelle Ausbreitung.
Tuberkulose („Schwindsucht“)
Zwischen dem 19. und frühen 20. Jahrhundert war Tuberkulose eine dauerhafte Volkskrankheit. Anders als Pest oder Cholera verlief sie langsam, forderte aber enorm viele Opfer. Die Krankheit war besonders verbreitet in armen Landarbeiterfamilien, in feuchten Häusern und bei Unterernährung.
Nach 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg traten im Schaalsee-Raum noch Tuberkulose, Kinderlähmung (Polio), Scharlach und Masern regional auf. Große Epidemien wie im Mittelalter blieben jedoch durch Impfungen, Antibiotika und bessere Hygiene aus.
Ein zentrales Abwassersystem für Zarrentin
Zarrentin am Schaalsee erhielt ein modernes, zentrales Abwassersystem vergleichsweise spät, was typisch für viele ländliche Kleinstädte in Mecklenburg war. Erste Rohrleitungen gab es ab circa 1925 - 1935, ein modernes, ökologisch sicheres Gesamtsystem jedoch erst mit den großen Investitionen zwischen 1992 und 1998. Die Entwicklung verlief in mehreren Etappen.
Die Situation vor dem festen System
Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein basierte die Entsorgung in Zarrentin auf Einzel- oder Sammelgruben (Sickergruben). Die flüssigen Abfälle versickerten oft im Boden oder wurden – was ökologisch problematisch war – über einfache Rinnen und Gräben direkt in Richtung des Schaalsees oder angrenzender Feuchtwiesen geleitet.
Erste Ansätze (Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts)
Erste feste Rohrleitungen für Regenwasser und teilweise Schmutzwasser wurden in den Kernbereichen der Stadt (rund um das Kloster und den Marktplatz) bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (ca. 1920er/30er Jahre) verlegt. Dabei handelte es sich jedoch meist um ein sogenanntes Mischsystem, das nicht dem heutigen Standard einer biologischen Klärung entsprach.
Der systematische Ausbau (DDR-Zeit)
Ein systematischer Ausbau der Kanalisation begann verstärkt in den 1960er und 1970er Jahren. In dieser Zeit wurden größere Wohnblöcke (z. B. im Bereich der heutigen Amtsstraße/Bahnhofstraße) errichtet, die zwingend einen Kanalanschluss benötigten. Es entstanden einfache Kläranlagen (oft nur mechanische Absetzbecken), um die gröbsten Verunreinigungen zurückzuhalten, bevor das Wasser abgeleitet wurde.
Die moderne Abwasserreinigung (Nachwendezeit)
Der entscheidende Wendepunkt für ein wirklich „festes“ und umweltgerechtes System nach modernem Standard kam nach der Wiedervereinigung ab 1990. In den Jahren 1992/1993 wurde mit der Gründung von Zweckverbänden (wie dem Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Hagenow) die Infrastruktur massiv modernisiert. Da der Schaalsee als Trinkwasserreservoir und Naturschutzgebiet (Biosphärenreservat) eine extrem hohe Schutzpriorität hat, wurde Zarrentin an eine moderne biologische Kläranlage angeschlossen. Die flächendeckende Kanalisierung aller Haushalte im Stadtgebiet und den Ortsteilen wurde größtenteils erst bis Ende der 1990er Jahre abgeschlossen.
Quellen:
● Archiv des Amtes Zarrentin
Hier liegen die Baupläne
und Beschlüsse der Stadt-
vertretung zur Stadtent-
wässerung.
● Zweckverband
Wasser/Abwasser Hagenow
Dieser verwaltet die technischen
Unterlagen und die Historie
der Kläranlagen im Einzugsgebiet.
● Umweltberichte des Biosphären-
reservats Schaalsee
Diese dokumentieren die
Verbesserung der Wasser-
qualität durch den Ausbau der
Klärsysteme.
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