Online-Umfrage zur Schaalsee-Region
... von Heiko Wruck
Samstag, 2. Mai 2026
Lassahn/ssr. Im Schaalsee-Raum gab es bisher schon eine ganze Reihe wissenschaftlicher Studien und Umfragen – vor allem aus den Bereichen Sozialforschung, Tourismus, Klimawandel und Regionalentwicklung.
Klima in der Schaalsee-Region
2007 - 2008 gab es eine „Klimastudie Schaalsee-Region“. Auftraggeber waren damals das Biosphärenreservat/Umweltbehörden. Ermittelt sollten werden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Region, um Handlungsempfehlungen für Politik und Planung daraus zu entwickeln.
Regionale Identität
Im Jahr 2013 wurde eine Studie durchgeführt unter dem Titel „Landschaftswahrnehmung, regionale Identität und Einschätzung des Managements“. Die Methode damals war eine standardisierte Bevölkerungsumfrage und war Kernbestandteil des sogenannten sozioökonomischen Monitorings. Die Studie wurde an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald vom Lehrstuhl für Nachhaltigkeitswissenschaft/Angewandte Geographie durchgeführt. Zentrale Forscherin war Susanne Stoll-Kleemann. Die Studie wurde als „Greifswalder Geographische Arbeiten“ veröffentlicht.
Sozioökonomisches Monitoring
Davor in den Jahren 2009 - 2012 wurde ein größeres Forschungsprogramm als sozioökonomisches Monitoring durchgeführt. Auch hier war ebenfalls die Universität Greifswald federführend. Das Projekt stand unter dem Titel: „Gesellschaftliche Prozesse in vier deutschen UNESCO-Biosphärenreservaten“ mit dem Ziel, eine Analyse sozialer und wirtschaftlicher Entwicklungen im ländlichen Raum aufzustellen. In diesem Forschungsprojekt wurde der Schaalsee mit anderen Biosphärenreservaten verglichen – also eine vergleichende Regionalforschung.
Wirtschaftliche Effekte des Tourismus
Eine Studie zu Tourismuswirkungen wurde von 2011 - 2012 durchgeführt. Die standardisierte bundesweite Methodik für Großschutzgebiete wurde in der Region durchgeführt vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe und externen Fachbüros/Forschungspartnern. Die Methode war damals die standardisierte Gästebefragung. Hier sollten Ausgaben von Besuchern und wirtschaftliche Effekte des Tourismus ermittelt werden. Diese Tourismus- und Gästebefragung war Teil eines deutschlandweiten Vergleichssystems für Nationalparks und Biosphärenreservate. Es handelte sich hierbei eher um angewandte Forschung mit wissenschaftlicher Methodik, nicht ausschließlich universitäre Forschung.
Keine klassische Uni-Studie
Darauf folgte eine Online-Umfrage zur Land- und Ernährungswirtschaft etwa 2023/24 im Rahmen des Projekts „Bio.Re-Na“. Dabei handelte es sich eher partizipative Forschung (Bürgerbeteiligung + Wissenschaft). Bei dieser Beteiligungs-/Zukunftsumfrage war der Projektträger die Metropolregion Hamburg. Die Umsetzung in der Region erfolgte durch das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe. Es war also keine klassische Uni-Studie, sondern eine anwendungsorientierte Transformationsforschung.
Neue Studie im Mai
Im Rahmen ihrer Masterarbeit führt Maja Renz von der Technischen Universität Dresden bis zum 31. Mai 2026 eine freiwillige und anonyme Bevölkerungsumfrage zur Wahrnehmung der Region und des Biosphärenreservates Schaalsee durch. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in Teilen mit den Erhebungen von 2012 verglichen werden. Die Methode ist dieses Mal die quantitative Bevölkerungsbefragung. Geplant ist, dass Maja Renz im nächsten Jahr die Ergebnisse präsentieren wird. Menschen in der Schaalsee-Region sind herzlich eingeladen, an der Befragung teilzunehmen. Die Umfrage dauert circa 15 Minuten. Die Online-Umfrage erreichen Interessierte über diesen Link oder über den QR-Code im Bild.
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