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Flüstern im Nachbardorf

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... von Heiko Wruck Mittwoch, 27. Mai 2026 ● 1673 Asmus Bibowen, Hinrich Dettern vnd Gößelke Lenschow (Injurienklage) Lassahn/ssr. Das Prozessjahr 1673 ist mit drei datierten Belegen dokumentiert: vom 23. Juni 1673, vom 30. Juni 1673 und vom 1. Juli 1673. Angeklagter Hauptangeklagter war Jochim Roxien (aus Roxin). Neben Jochim Roxien werden indirekt Hans Borchert aus Santow und Heinrich Wiggert aus Mummendorf in den Prozess hineingezogen. Zitat: „... das Jochim Roxien von ... diese vorbenannte menner der zauberey in etzwas beschuldigt hette, worauf sie zwar den Roxien alhir verklagt ...“ Unterstützer der/des Angeklagten Der Hauptmann Lepel (aus dem Amt Santow) unterstützt implizit Hans Borchert, der wiederum die Aussage, Roxien habe die Beschuldigung ausgestoßen, leugnet. Lokalisierung Wohnort der/des Angeklagten Nicht genau genannt, der Konflikt verortet sich jedoch im Raum Rehna, Mummendorf und Santow (Mecklenburg). Zitat: „... etzliche Unterthanen im Ambte... Heinrich Wiggern ausß ...

Familiendrama im Schatten des Hexenwahns

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... von Heiko Wruck Dienstag, 26. Mai 2026 ● 1671 Tochter bezichtigt Mutter als Hexe, um Ehemann zu retten Lassahn/ssr. Die Mutter der Gretje Beckmannes ist hier nicht die Angeklagte eines Hexenprozesses, sondern die getötete Schwiegermutter, deren schlechter Ruf als vermeintliche Hexe in der Bittschrift angeführt wird, um die Tat des flüchtigen Ehemanns psychologisch zu erklären und Milde für ihn zu erwirken. Die Bittschrift (Supplikation) reichte Gretje Beckmannes aus Raduchelstorf ein am 21. Janauri 1671 „... durch bösen Feindes eingeben, Mein Eheman im verwichenen Jahr , wie er im Haubte nicht richtig gewesen ... Meine alte, vor der weldt berüchtigte, vnd der hexerey beschuldigte Mutter, nach einigen wortwechsel vnd Zancke, ohnvermutlich tödtlich verwundet, daran sie gestorben ... in welchlichen Rechten zu strafen ... doch ihr Man so fort Landfluchtig geworden ... sie seine lebende als witwe vnd seine kleine Kinder hinerlassen ... er sie nun bitten lassen ein gutes wort für ihn ei...

Veranstaltungen Juni 2026

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Für die Veranstaltungen gibt es keine Gewähr. Stand: Sonntag, 24. Mai 2026 ... von Heiko Wruck Juni 2026 Zarrentin am Schaalsee Mittwoch, 3. Juni 2026, 15:30 - 16:15 Uhr ● Theater im PAHLHUUS    „Insel Ahoi oder komm,    wir bauen uns ein Schiff“ ● PAHLHUUS, Zarrentin am Schaalsee ● Weitere Informationen Mittwoch, 3. Juni 2026, 19 Uhr ● Benefizkonzert mit dem Landes-    polizeiorchester ● Zarrentin am Schaalsee ● Weitere Informationen Samstag, 6. Juni 2026, 19 Uhr ● Orgelkonzert plus: Bach    in Indonesien ● Zarrentin am Schaalsee ● Weitere Informationen Sonntag, 7. Juni 2026 10 - 12:30 ● Wanderung mit Kräuterfrau    Anna Habicht ● Ort: Parkplatz Seeweg in Woez ● Weitere Informationen Sonntag, 7. Juni 2026, 10:00 - 16:00 Uhr ● Biosphäre-Schaalsee-Markt ● Am PAHLHUUS, Zarrentin ● Weitere Informationen Sonntag, 7. Juni 2026, 13 - 14:30 Uhr ● Unterwegs mit dem Ranger    Führung durch das Kalkflachmoor ● Am PAHLHUUS, Zarrentin ● We...

Achtzigjährige Heilerin in Haft

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... von Heiko Wruck Sonntag, 24. Mai 2026 ● 1666 Anna Eichmann (80) in Haft verstorben Lassahn/ssr. Der Hexenprozess der Anna Eichmann ((80+) auch Anna Eickmans/Eckmans) erstreckt sich von 1656 bis 1666. Die dokumentierten Aktenbestandteile beginnen im Jahr 1656 (Erwähnung beim Namen der Angeklagten) bzw. mit einem Zeugenverhör am 13. Oktober 1657 und enden mit dem Tod der Angeklagten im Gefängnis am 4. oder 5. Dezember 1666 sowie der Verfügung zur Verbrennung des Leichnams am 6. Dezember 1666. Angeklagte/r mit Wohnort Anna Eichmann wohnte im Wendisch Brink. Zitat: „...die Catharina zum Wendisch brink so eine Witwe sein...“ sowie „1656 Anna Eichmann“. Unterstützer der/des Angeklagten Es werden im Text keine aktiven Unterstützer, Verteidiger oder Fürsprecher auf der Seite Anna Eichmanns genannt. Die Angeklagte ist auf sich allein gestellt und wird als „eine Witwe“ beschrieben. Lokalisierung Wohnortes Bei Wendisch Brink handelt sich um eine historische Orts- bzw. Flurbezeichnung, die im...

Borna-Virus – keine Behandlung!

Gesundheitsamt warnt vor seltenem Erreger Redaktion: Landratsamt Ludwigslust-Parchim PRESSEMITTEILUNG Samstag, 23. Mai 2026 Lassahn/ssr. Im Mai 2026 ist im Landkreis Ludwigslust-Parchim eine Infektion mit dem Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) beim Menschen durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) bestätigt worden. Von der seit mehr als 100 Jahren bekannten Tierseuche Borna-Krankheit weiß man seit 2018, dass sie als Zoonose in seltenen Fällen auch auf den Menschen überspringen kann.

Mysteriöser Tod dreier Schweine

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... von Heiko Wruck Samstag, 23. Mai 2026 ● 1656 Hans Meiers Frau mit ungewissem Schicksal Lassahn/ssr. Das vorliegende Textfragment dokumentiert den Fall durch ein Schreiben und eine notarielle Zeugenaussage, beide datiert auf den 11. November 1656. Ein präzises Enddatum geht aus dem Fragment nicht hervor. Die Angeklagte Die Ehefrau von Hans Meier aus Nesow wurde wegen Schadenszauberei angeklagt. Zitat: „... wie daß hans Meier aus Nesow sich vber mich beschweret, sambt hette Ich seiner Frawe wegen Eines Mir abgestorbenen Fullen... verdechtig gehalten ...“ Unterstützer der/des Angeklagten Ihr Ehemann Hans Meier. Er nimmt seine Frau gegen die Gerüchte in Schutz und hat sich beim regierenden Herzog offiziell darüber beschwert, dass der örtliche Pächter (Pensionär) seine Frau des Schadenzaubers verdächtigt. Lokalisierung Wohnort der/des Angeklagten Nesow (historisch Nesow/Neßow) ist heute ein Ortsteil der Stadt Rehna im Landkreis Nordwestmecklenburg im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. ...

Tödliches Geständnis

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... von Heiko Wruck Freitag, 22. Mai 2026 ● 1666 Margarete Schnor lebendig verbrannt Lassahn/ssr. Der Hexenprozess gegen Margarete Schnor aus Bockholt begann mit der gerichtlichen Vorladung und Anzeige am 11. Mai 1666. Das Urteil erging am 18. Oktober 1666. Zitat: (auch „Margaretha des Sehl. Jochim Schnoren Untertan zu Bockholt nachgelaßene Witwen“ bzw. „Greet Schnors“ oder „Margareta Schnören“).