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Tödliche „Begnadigung“ am Pfahl

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... von Heiko Wruck Donnerstag, 21. Mai 2026 ● 1670 Trine Burmeister wurde erwürgt und verbrannt Lassahn/ssr. Der Hexenprozess gegen Trine Burmeister (auch Cathrina oder Thrine) aus Bülow beginnt in den überlieferten Akten im Juni/Juli 1670 und endet mit dem Urteil der Juristenfakultät Schwerin vom 9. Juli 1670.

Schwerste Strafe für die Leiche

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... von Heiko Wruck Mittwoch, 20. Mai 2026 ● 1667 Nach der Folter verstorben Lassahn/ssr. Der Fall der Anna Brockmüller (in den Quellen oft Anna Brockmüllers) beginnt am 10. Juli 1667 mit der gütlichen Befragung und der ersten Folter sowie am 19. Juli 1667 mit einer erneuten Konfrontation auf der Folter. Ein abschließender Bericht der herzoglichen Räte aus Schwerin ist datiert auf den 15. Juli 1667. Anna Bröckmüller wohnte bei ihrem Schwiegersohn in Melkhof (damals „Mecklhoff“ oder „Melckhoff“ geschrieben). „Annen Bröckmüller, 1667 in pto. venefici [...] die Anna Brockmöllers liegt bei ihrem Schwiegersohn ein“. Mitangeklagt waren zudem ihre Tochter Engel Klocke (geborene Brockmüller, unehelich geboren) sowie deren Ehemann, Annas Schwiegersohn Joachim (Chim) Klocke.

Das Schweigen der Hexe

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... von Heiko Wruck Dienstag, 19. Mai 2026 ● 1670 Anna Kloth widerstand der Folter Gadebusch/ssr. Anna Kloth (auch Annen Klohtn/des Hans Klothen Frau oder Anna Lowsche) lebte in Bockholt im Domanialamt Gadebusch-Rehna. Der Hexenprozess gegen sie ist dokumentiert vom 3. Oktober bis zum 2. November 1670. Das Domanialamt Gadebusch-Rehna erstreckte sich zwischen den Städten Schwerin, Wismar und Lübeck. Es umfasste im Kern zwei Bereiche.

1712 – Die Schlacht bei Wakenstädt – Gadebusch

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... von Heiko Wruck Mittwoch, 13. Mai 2026 Lassahn/ssr. Eine Allianz aus Russland, Sachsen-Polen und Dänemark-Norwegen hatte im März 1700 Schweden angegriffen. Das war der Auftakt zum Großen Nordischen Krieg (1700 - 1721), der auch die Region Wakenstädt – Gadebusch massiv betraf. Dieser Krieg wurde um die Vorherrschaft im Ostseeraum geführt. Am 20. Dezember 1712 fand die bedeutendste Schlacht des Großen Nordischen Krieges bei Wakenstädt – Gadebusch statt. Die Schweden waren siegreich. Doch nützte ihnen das nichts.

Der Dreißigjährige Krieg am Schaalsee

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... von Heiko Wruck Dienstag, 12. Mai 2026 Lassahn/ssr. Die Region um den Schaalsee lag während des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) zwischen mehreren politischen und militärischen Einflussräumen – dem Herzogtum Mecklenburg, dem Herzogtum Sachsen-Lauenburg und den norddeutschen Durchzugsgebieten schwedischer, dänischer und kaiserlicher Truppen. Dadurch blieb die Gegend zwar von großen Feldschlachten verschont, litt aber massiv unter Einquartierungen, Plünderungen, Seuchen und Hungersnöten. Formell gehörte Mecklenburg den Mecklenburgischen Herzögen, zwischenzeitlich (1628 - 1631) jedoch dem kaiserliche Generalfeldobristen und Feldherrn Albrecht von Wallenstein, während es dennoch über weite Strecken militärisch von Schweden kontrolliert wurde. Die Schaalsee-Region als Grenz- und Durchzugsraum Die Schaalsee-Landschaft lag zwischen damals wichtigen Städten: Ratzeburg, Gadebusch, Zarrentin und Mölln. Diese Gegend gehörte teils zu Mecklenburg, teils zu Sachsen-Lauenburg. Gerade Meckle...

Epidemien am Schaalsee – Chronik des Schreckens

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... von Heiko Wruck Sonntag, 10. Mai 2026 Lassahn/ssr. Am Schaalsee und im angrenzenden westmecklenburgisch-lauenburgischen Raum traten seit dem 14. Jahrhundert immer wieder schwere Epidemien auf. Die Region war zwar dünn besiedelt, aber dennoch eng mit den Seuchenbewegungen Norddeutschlands verbunden. Da die Region an Handels- und Heerstraßen zwischen Lübeck, Ratzeburg, Wittenburg und Hamburg lag, erreichten große Seuchenwellen den Schaalsee meist relativ früh. Besonders betroffen waren Orte wie Ratzeburg, Zarrentin am Schaalsee, Rehna, Gadebusch und Wittenburg.

Der Isfriedsche Teilungsvertrag von 1194

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... von Heiko Wruck Freitag, 8. Mai 2026 Lassahn/ssr. Der Isfriedsche Teilungsvertrag vom 1. Februar 1194 ist eines der bedeutendsten Dokumente für die Regionalgeschichte Südostholsteins und Westmecklenburgs und damit auch unmittelbar für die Schaalsee-Region. Dieser Vertrag markiert einen juristischen und wirtschaftlichen Meilenstein beim Aufbau des Bistums Ratzeburg. Das Landeshauptarchiv Schwerin bewahrt die Urkunde auf (LHAS 1.5-2/1 Bistum Ratzeburg, Strelitzer Bestand, Nr. 10).