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Foltern, erwürgen, verbrennen, bezahlen

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... von Heiko Wruck Dienstag, 16. Juni 2026 ● 1668 Anna Hagemans Lassahn/ssr. Der Hexenprozess gegen Anna Hagemans aus Rehna fand im Jahr 1668 statt. Er begann mit den Voruntersuchungen am 8. und 9. April 1668 und endete mit dem Todesurteil am 21. Mai 1668.

Rattengift statt Teufelspakt

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... von Heiko Wruck Dienstag, 16. Juni 2026 ● 1651 Elsche Viereggen Lassahn/ssr. Der Hexereiprozess gegen Elsche (auch Ilsche) Viereggen aus Vitense erstreckte sich über die Jahre 1651 und 1652. Er begann offiziell mit einem Bericht des Pensionars Valentin Lützow vom 4. Mai 1651 („Rehna den 4. mai 1651“) und endete mit dem Urteilsspruch der Rostocker Juristenfakultät vom 11. Mai 1652.

Acht Tage auf der Flucht

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... von Heiko Wruck Montag, 15. Juni 2026 ● 1572 Die namenlose Frau Lassahn/ssr. Dieser Prozess gegen eine namenlose Frau fand im Jahr 1572 statt. Die überlieferten Schriftstücke dokumentieren den Verlauf zwischen dem Montag, 7. Juli 1572, (julianischer Kalender) und dem Montag, 28. Juli 1572 („7. Juli 1572“, „Rehna 28. Ao. 72“).

Groß Thurow – Wo die Ure weideten

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... von Heiko Wruck Sonntag, 14. Juni 2026 Lassahn/ssr. Wie bei den meisten Dörfern der Schaalsee-Region gibt es für Groß Thurow kein exaktes „Gründungsdatum“ – wohl aber ein festes Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung. Das ist das Jahr 1230. Die Siedlung entstand im Zuge der mittelalterlichen Ostsiedlung und der christlichen Kolonisation des bis dahin slawisch geprägten Raumes. Der Ort taucht zum ersten Mal im berühmten Ratzeburger Zehntregister von 1230 auf. In diesem Verzeichnis hielt der Ratzeburger Bischof Marquard fest, welche Dörfer ihm beziehungsweise seinen Lehnsmännern den „Zehnten“ (eine Steuer in Form von Naturalien) schuldeten. Groß Thurow ist dort unter dem altdeutschen Namen Turowe verzeichnet. Das Register unterscheidet an einer Stelle bereits ein „sclavico Tvrowe“ (slawisches Thurow).

Herzog stoppt Hexenverfahren

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... von Heiko Wruck Samstag, 13. Juni 2026 ● 1697 Elsche Viereggen und Grethe Strohkirchen Lassahn/ssr. Das Verfahren gegen Elsche Viereggen und Grethe Strohkirchen erstreckte sich über die Jahre 1697 bis 1700. Die dokumentierten Schriftstücke beginnen mit einem Bericht vom Samstag, 25. September 1697 (julianischer Kalender), und enden mit einem herzoglichen Erlass vom Mittwoch, 10. November 1700, (gregorianischer Kalender).

Landreiter verbreitet Gerücht, Sohn belastet Vater

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... von Heiko Wruck Freitag, 12. Juni 2026 ● 1679 Frau des Michel Möllers jr. und Detloff Koldenmorgen Lassahn/ssr. Der Injurienprozess (Beleidigungs- und Verleumdungsverfahren) begann spätestens mit einem Bericht vom 14. April 1679. Weitere Vernehmungen, Zeugenaussagen und die Urteilsverkündung erfolgten bis mindestens 30. Mai 1679. Beklagte mit Wohnort In dem Verfahren traten mehrere Beklagte auf. Genannt werden der alte Michel Möller, dessen Tochter, die Ehefrau des Krügers Adolf Otte („die Ottesche“, auch „Krügersche“ oder „Krägersche“ genannt), sowie der Landreiter Peter Stender. Als Wohnort der Familie wird ausdrücklich das Dorf Warnkow genannt. Der alte Michel Möller wurde dabei nicht nur durch fremde Zeugen belastet, sondern auch durch Aussagen seines Sohnes und seiner Tochter. Im Umfeld der Beklagten erscheint außerdem die Stiefmutter der Otteschen, die jedoch keine entlastende Rolle spielte. Zitat: „... was auch der Michel Möller und desen Frau als beclagtin leib. Vater und ...

Wenn der Pastor und seine Frau lügen!

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... von Heiko Wruck Mittwoch, 10. Juni 2026 ● 1684 Dorothea Leuterers Lassahn/ssr. Dorothea Leuterers und ihre Tochter wurden vom Rehnaer Pastor und seiner Frau der Hexerei bezichtigt. Eine Magd im Rehaer Pastorenhaushalt hatte ursprünglich das Gerücht, dass im benachbarten Gadebusch hingerichtete Frauen unter der Folter Dorothea Leuterers und ihre Tochter als Mithexen beschuldigt („besagt“) hätten, in die Pastorenfamilie getragen. Der Pastor, und besonders dessen Ehefrau, verbreiteten dieses Gerücht weiter. Einen Hexenprozess gab es dennoch nicht.